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Erziehung / Bildung
Erziehung

Erziehung: die Begleitung eines jungen Menschen in "schwierigen Lagen" oder die "Starthilfe" ins Leben für ein geborenes Kind - dies und noch viel mehr deckt der Bereich der Erziehung ab. Aber was genau ist Erziehung? Wohin zieht man den jungen Menschen? Auf diese Fragen eine Antwort zu finden ist relativ einfach, doch die Antwort auch umzusetzen ist um so schwerer. Man zieht den Menschen, als ein individuelles Wesen in einem sozialen Zusammenhang, zu seiner Menschwerdung. Man erzieht ihn zur Eigenständigkeit in dem Prozess seiner Menschwerdung. Doch gerade bei solchen großen "Schlagworten" muss man eine immer klarere Vorstellung davon bilden, was ein Mensch eigentlich ist, was individuell und was sozial ist. Auch muss man erkennen, dass ein Mensch auf verschiedenen Altersstufen Verschiedenes für seine Menschwerdung braucht. Zusätzlich stellt man als aufmerksamer "Erzieher" fest, dass jeder junge Mensch in seiner Individualität und in seinen Besonderheiten aufgefasst werden muss. Und je mehr Zeit man erzieherisch mit einem jungen Menschen verbringt, desto mehr erkennt man, dass die eigene Persönlichkeit, die eigene Individualität für den Erfolg der sinnvollen Erziehung entscheidend ist. Erziehung wird also vor allem zu einer Selbsterziehung! - Selbsterziehung, Wahrnehmung des jungen Menschen in seinem Wesen, Beziehungsgestaltung, Wirkung innerhalb dieser Beziehung und das alles auf dem Boden der zunehmenden Erkenntnis über das Wesen des Menschen. - Und spätestens da begreift man, welch große und ernste Aufgabe man vor sich hat. Sich zu verkrampfen oder verantwortungslos an diese Aufgabe heran zu gehen ist selbstverständlich nicht sinnvoll. Sich mit diesen Fragen ernsthaft zu beschäftigen ist jedoch unbedingt notwendig!

Bildung: wie begleite ich einen jungen Menschen? Wie spreche ich über ihn und seine Problemfelder? Wie setze ich mich in einem Erzieherteam oder im Elternkontext damit ganz praktisch auseinander? Wieviel muss man als Erzieher, Pädagoge oder Elternteil von Erziehung eigentlich wissen? Reicht da die einschlägige Trickkiste der renommierten Pädagogen oder die der eigenen Oma, vielleicht nur die eigene Intuition? Oder muss man sich doch mit der eigenen Persönlichkeit und der des anderen Menschen befassen, um der Frage und den Antworten der Menschwerdung näher zu kommen? Die Erwachsenenbildung im Bereich der Erziehung ist oft zu oberflächlich, obwohl oder gerade weil die Selbsterziehung eine gängige Floskel im Bildungsbereich geworden ist. Man eignet sich eher Begriffe und Fachwissen an, bei der Umsetzung steht man aber oft vor einem schrecklichen Abgrund zwischen Theorie und Praxis. Die jungen Menschen brauchen keine fachlich versierten Roboter, sie brauchen Persönlichkeiten und Individualitäten, die etwas von der Menschwerdung verstehen und begreifen, Persönlichkeiten, die sich selbst aktiv gebildet haben.

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