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                                                      Qualitätsentwicklung
Qualitaetsentwicklung

"Was ist Qualität? Was bedeutet Qualität? Woher kommt sie? Können wir Qualität prüfen, Qualität steigern und wenn ja wie? Was sind Qualitätsstandards und wer bestimmt sie? Das könnten bewegende persönliche und institutionelle Fragen der Moderne sein. Doch in unserer Zeit der Schnelllebigkeit, fällt es oft schwer, tiefgründiger über etwas nachdenken zu wollen. Uns ist die Fülle an Menschen, ihren Büchern und Workshops bekannt, die bereits viel nachgedacht haben und zu einem repräsentativen Ergebnis gekommen sind. Man kann sein Konsumverhalten als Homo Oeconomicus, der bequeme und nutzenorientierte Mensch, auch hier walten lassen und sich der Fülle uns umgebender Ergebnisse bedienen.

Doch ohne eigener Gedanken und Erkenntnisprozesse bleibt jede noch so tolle Idee unverdaut liegen und bereitet uns, aufgrund des illusionierten Fortschritts, eher Schwierigkeiten. Um so schlimmer ist es, wenn die Idee, die wir übernehmen, einen für uns unreflektierten schädlichen Charakter hat. Jede blind übernommene Idee, die wir nicht versuchen selbst durchzudenken, ist ein Fremdkörper in unserer Seele. Erst wenn wir diesen Ideen-Fremdkörper selbst ganz aktiv willentlich durchdenken und durchfühlen wird er, meist etwas verändert und angepasst, zu unserem psychischen Organismus gehören. Gerade aus diesem Grund funktioniert die Wissensvermittlung, ob im Kindes- oder im Erwachsenenalter nicht über die Input- und Prüfmethode. Man muss die Erkenntniskräfte, den Erkenntniswillen im Menschen wecken, mit denen er das konsumierte Wissen verdauen kann und sich sein eigenes Wissen, wie einen sich stetig verändernden Wissenskörper, aufbaut."

"Wir erleben heutzutage die Qualität als einen Mangel. Wir scheinen es meist unterbewusst zu fühlen, können es uns aber nicht eingestehen. Denn damit würden wir ausdrücken, dass wir keine gute Arbeit leisten und das tut dem eigenen Ego doch arg weh. Wir neigen eher dazu, uns in einem besseren Licht sehen zu wollen, in einem angenehmeren Licht. Doch je länger der Mensch sich dieser schmerzvollen Erkenntnis entzieht, desto mehr bewegt er sich weg von wirklicher Qualität, desto weniger kann er die Qualität seiner Arbeit, seiner Leistung und seiner Lebensweise steigern. Es geht sicherlich nicht darum, einfach nur banal festzustellen, dass man keine hohe Qualität leistet. Nach dieser Feststellung sollte man die Wege zu suchen, auf denen man die Qualität der eigenen Leistung steigern kann. Man muss den Willen und die Sehnsucht haben, sich weiter zu entwickeln, anstatt sich der Bequemlichkeit hinzugeben. Am Ende ist nämlich gerade diese Bequemlichkeit der häufige Grund für unsere Kraftlosigkeit, unser Verzweifeln und das berühmte „Burn-Out-Syndrom“."

"Anthropos - der entgegen Gewendete. Selbstreflexion und Entwicklung."
s. 52, von Aliaksandr Kavaliou

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